Zellstoff Pöls: Mehr als ein Job

In Pöls lernt Werner über die Bedeutung eines Industriebetriebs für eine ganze Region und erfährt, wie es so ist, hier zu arbeiten.

Bereits bei der Ortseinfahrt stellt sich die Bedeutung der Zellstoff Pöls für das kleine Pöls symbolisch dar. Ein großer Industriebetrieb, historisch gewachsen, inmitten eines kleinen Ortes im steirischen Murtal. Fussballverein, Werkskapelle und ähnliche Aktivitäten, auf allen prangt als Sponsor die Zellstofffabrik. Abwasserreinigung und Energieversorgung werden ebenfalls über die Zellstofffabrik organisiert. Schnell ist klar: Hier hat die Papierindustrie eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung. Seit Generationen ist die Fabrik für viele Einheimische Arbeitgeber. Aber die Suche nach jungen Nachwuchskräften gestaltet sich oft nicht einfach. Deshalb wird hier bereits bei den Kleinsten angesetzt. In Schulen oder am Geocache Pfad rund um die Fabrik kann man mehr über die nachhaltige Produktion lernen. Denn gerade für jungen Menschen gibt es hier viele Jobchancen und Angebote, wie etwa einen Lehrlingsshuttle.

ZELLSTOFF PÖLS

Seit dem 17. Jahrhundert wird im steirischen Pöls Papier erzeugt. Heute erzeugt die Fabrik mit ihren 500 Mitarbeiterinnen 460.000 Tonnen Sulfatzellstoff. Ein Teil davon wird weiterverkauft, der andere auf den beiden weltweit modernsten Kraftpapiermaschinen zu 200.000 Tonnen Kraftpapier weiterverarbeitet – z.B. für Brotbeutel oder Tragetaschen. Mittels Produktionsreststoffen, Photovoltaik und Wasserkraft versorgt die Fabrik nicht nur den eigenen Betrieb mit Strom und Wärme sondern liefert auch Fernwärme an 15.000 Haushalte in der Region.

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